Virtuelle Freunde

Ich muss da mal was loswerden.

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Ich habe da ja ein paar WordPress/Facebook – Bekanntschaften.

Also reale Menschen, deren Blog ich folge, like und manchmal auch kommentiere, wenn ich Lust und Laune habe.

Aber es bleiben trotzdem nur „ virtuelle „ Bekanntschaften.

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Es kommt vor, dass ich mich frage, was wohl aus XY geworden ist, die, wie sie schrieb, plötzlich eine Erkrankung hat, keine so leichte, und ich schon mehrere Wochen nichts mehr lesen konnte.

YZ liegt mir auch am Herzen und ich gebe hin und wieder meinen Kommentar ungefragt dazu…

Doch: Es bleiben virtuelle Bekanntschaften, die man nicht mit der realen Welt verwechseln darf. Ein ausgiebiges Gespräch mit Freunden ersetzt das nicht und sollte es auch nicht. Lebendige Menschen neben einem sind näher, man kann sich austauschen. Austauschen im Sinne von, ich höre gerne zu und freue mich, wenn ich auch meine Situation schildern kann.

Mit Freunden mache ich ein Treffen aus, mit Freunden telefoniere ich, mit Freunden kann ich über Gott und die Welt reden, wenn uns danach zumute ist.

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Obwohl ich ja jetzt Zeit habe, ich bin nicht pausenlos online, ich finde es schön, bei gutem Wetter etwas zu unternehmen, nicht abhängig von Computer, Internet oder sonstigem zu sein. Ich habe auch die Facebook – Benachrichtigungen von „ Freunden „ abbestellt, damit sie mir mein Handy, wenn ich denn mal darauf schaue, nicht vollmüllen. Wenn ich etwas lesen will, dann lese ich, wenn nicht, dann eben nicht oder später, soviel Freiheit sollte doch sein.

Wenn ich natürlich sehe, wie bei den meisten Menschen das Handy unverzichtbar geworden ist, selbst auf dem Fahrrad greifbar ist und auch benutzt wird, dann kann ich dem nicht folgen. Alle paar Minuten der Blick darauf, um nur ja nichts zu verpassen. Zum Beispiel, was der eine oder andere gerade isst ( ist mir neulich in einem Lokal aufgefallen )

Wen, um Gottes Willen, interessiert das jetzt? Schon deshalb bin ich nicht in einer What’s App Gruppe. Ich möchte frei sein!

Aber zurück zu den virtuellen Freunden:

Manche liegen mir am Herzen, manche lese ich gerne, weil sie lustig sind und bei manchen frage ich mich, warum ich mir denn dafür die Zeit genommen ( verplempert ) habe.

Obwohl ich ja jetzt Zeit habe.

In diesem Sinne

eure Rentnerhanna

Flohmarkt auf Ebay Kleinanzeigen

 

Ich hatte ja berichtet, dass ich jede Menge Krimskrams auf dem Flohmarkt verkaufen wollte (will).

Jetzt hab ich ja Ebay Kleinanzeigen für mich entdeckt und dort ja erfolgreich alte Teller verschenkt.

Und nun auch jede Menge eingestellt. Viele Bücher, ein großer Spiegel, Bundeswehr-Seesäcke, Bilderrahmen, Lampe, Eulen und Nilpferde als Staubfänger und sonstigen Quatsch, den ich nicht mehr gebrauchen kann. Für kleines Geld.

Eigentlich stand immer unten drunter: An Selbstabholer. Einige Dinge bin ich an nahe oder ferne Nachbarn losgeworden. Die Bilderrahmen sogar alle, die im Karton waren. Da hab ich sogar beim Preis einiges runtergelassen. Wenn da jemand eine Fotowand gestalten will, gerne.

Unter anderem noch eine große Reisetasche ( nie benutzt, da zu groß, wäre eher etwas für Jemanden, der seinen Fallschirm verstauen möchte oder so…) Und einen Stickrahmen. Der Stickrahmen sollte 1 Euro kosten, an Selbstabholer.

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Dass der nun 20 cm im Durchmesser hat, hab ich nachgemessen. Weil diese Frage kam. Und auch, ob er aus Buchenholz oder Bambus sei, hab ich beantwortet: Weiß ich nicht.

Als dann nun die Frage kam, und das nicht nur einmal, ob ich auch verschicke, da hab ich mich schlau gemacht. Vielleicht Warensendung? Als Büchersendung geht der wohl nicht durch. Also eben günstig mit der Post? Ich verbrachte eine gute halbe Stunde mit meiner Recherche und den entsprechenden Antworten. Und der Suche nach geeignetem Verpackungsmaterial, für die Warensendung, leicht zu öffnen und wieder zu verschließen—Hab ich nicht.

Manche Interessenten haben gar nicht mehr geantwortet, 2 haben abgesagt, weil ja das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht mehr stimmt, wie ich jedesmal betonte. So ein Rahmen wird neu für vielleicht 5 Euro und vielleicht sogar versandkostenfrei verschickt, mit Rückgaberecht. Ich hab immer nicht verstanden, warum man sich am entgegengesetztem Teil Deutschlands ausgerechnet für meinen Stickrahmen interessiert…

Ach ja, die Tasche sollte ich auch versenden, samstags an dem langen 1. Mai-Wochenende. Und nicht zu spät, weil man die Tasche ja übermorgen schon braucht.

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Ich hab jetzt alle Anzeigen wieder herausgenommen, mir ist die Zeit, die ich zum Beantworten solcher Anfragen brauche, einfach zu schade.

Ich hab zwar jetzt Zeit, aber vergeuden möchte ich sie ja auch nicht.

In diesem Sinne

Eure Rentnerhanna

 

 

Jetzt ist Ostern.

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Eine schöne Zeit, so manches blüht oder ist schon verblüht, die Bäume schlagen aus.

Die Vögel suchen emsig nach Baumaterial für ihre Nester und suchen sich oft leider auch falsche Plätze aus. Als ich neulich den Rasen (das erste Mal) gemäht habe, da entdeckte ich solch einen „ falschen“ Platz. Vorgestern war das Nest noch nicht da, aber ich fuhrwerkte mit dem Freischneider in diesem Gartenabschnitt herum, den man wegen diverser Wurzeln nicht mehr mit dem Rasenmäher bearbeiten kann.

Es ist ein kaum genutzter Gartenabschnitt, aber dort parkt eben auch unser Anhänger, den wir hoffentlich nicht in der nächsten Zeit brauchen müssen. Um ihn herauszubekommen, würden wir die Vögel stören.

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Stören, ja das ist auch so ein Wort. Da geht es mir wie Jedem:

Wieso müssen alle Menschen jetzt zum Einkaufen? ( Ich allerdings auch ), nur noch Kleinigkeiten, aber auch ich muss zur Kasse. Nutzt nichts, wenn man am Freitag und am Montag in kein Geschäft hereinkommt, dann mutet es an, als würde die Welt untergehen. Schon am Samstag beim Bäcker war der Entschluss klar, am Sonntag gibt es keine Brötchen! Obwohl der Bäcker, wie an jedem Sonntagmorgen, geöffnet hat. Die Verkäuferin erklärte mir, dass sie jetzt so viele Bestellungen haben, dass sie keine weiteren mehr annehmen können, da diese Menge gar nicht zu backen ist, selbst wenn sie um 4 Uhr in der Frühe anfangen. Und Kunden wie ich, die die täglichen 2 Brötchen holen, dann eben leer ausgehen werden.

Hat denn jeder so viel Besuch? 30 Backwaren? Und die Gäste? Die brauchten doch dann keine? Irgendwo muss es doch leer sein, da ein anderer schon eingekauft hat?shopping-cart-1020024__340

Jeder in der Schlange meckert, alle natürlich die Einkaufswagen randvoll. Und ich steh da, mit meinem 6 er Pack braune Eier, weil es keine Weißen mehr gibt. Dabei mag ich auch das ganze Jahr über nur weiße Eier, in den braunen sind manchmal so rote Flecken am Dotter, das ekelt mich. Und Ostern ist es den Leuten egal, wo die Eier herkommen, da müssen sie weiß sein. Sonst nimmt man ja immer die braunen, die sehen so „ BIO“ aus…

Die Grillkohle muss auch noch schnell besorgt werden. „ Kann ich eben vor? Ich hab nur diese 3 Säcke Kohle…“ Die hätte man allerdings schon letzte Woche kaufen können, die Kohle wird ja nicht schlecht.carbon-476168__340

Aber ich lasse vor, ich bin Rentner und hab ja jetzt Zeit!

In diesem Sinne ein schönes Osterfest, eure Rentnerhanna

 

So etwas

 

 

So etwas…

So etwas passiert wahrscheinlich nur Rentnern. Oder Langzeit – Urlaubern. Oder Anderen auch…

Da geh ich zum Einkaufen. So ganz normal. Wie jeden Tag eigentlich, denn unser Zeitungs – Abo ist gerade nicht am Laufen. Weil wir ja so oft unterwegs sind, beziehen wir die Zeitung nur in den Wintermonaten. Ansonsten kaufe ich sie eben selber.

So, jetzt hab ich fertig eingekauft und die freundliche Verkäuferin wünscht ein schönes Wochenende!

Häää?

Tatsächlich, die Tageszeitung ist etwas dicker und es steht drauf: Samstag, der….

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Das ist mir tatsächlich entgangen! Schon wieder Samstag. Dabei wollte ich doch morgen ( das ist immer der Tag, an dem die guten Vorsätze starten sollen…) den Rasen mähen, schreddern oder sonstigen Lärm machen. Das geht dann ja gar nicht.

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Früher wusste ich immer, welchen Wochentag wir haben. Da musste ich ja auch noch arbeiten, hatte den Kalender eigentlich ständig im Blick.

Lediglich bei Urlauben über 2 Wochen ist mir vielleicht der Dienstag nicht so bewusst gewesen.

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Doch jetzt ist das anders. Klar, feste Termine habe ich immer noch im Blick, aber alles andere kann ich machen, wann ich will. ( Außer Sonntags).

Sicher liegt es daran, dass ich jetzt Zeit habe ( um manches auch auf morgen zu verschieben…)

In diesem Sinne

Eine schöne nächste Woche

Eure Rentnerhanna

Alte Teller

 

Da wir ja, beflügelt von dem „ zeitweise „ schönen Wetter unsere Schuppen ausmisten, fielen mir viele Dinge in die Hände.

Ich sprach ja schon einmal vom Flohmarkt, aber das hat noch Zeit.

Keine Zeit hatte allerdings eine ganze Kiste von alten Tellern. Manche gehörten einer Serie an, die man angeblich lebenslang in einem Geschäft auf der Düsseldorfer Königsallee kaufen konnte. Als wir es vor vielen Jahren versuchten, war diese Serie eingestellt. Und da es bei uns eben nur noch diese Teller gab, kamen sie in den Schuppen.

Und jetzt sollten sie weg!

Ich meldete mich also bei Ebay Kleinanzeigen an, machte ein Foto von diesem Stapel und stellte es als Poltergeschirr zum Verschenken ein.

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Man glaubt es nicht, schon nach wenigen Augenblicken hatte ich eine Email Nachfrage:

„Ist noch da??“

Ich antwortete: „Ja“

Etwas später eine erneute Anfrage von dem gleichen Absender: „ keine Kratze??“

Verstehe jetzt, was man will und ich antwortete: „Natürlich haben die Teller Kratzer und auch abgeschlagene Ecken ( was allerdings nicht stimmt, das mit den Ecken ) aber zum Poltern, also zum kaputtmachen ist das doch egal“.

Kurz darauf kam ein Anruf aus der weiteren Nachbarschaft. Ein Herr holte die Teller ab und gut war.

Ich meldete mich wieder bei Frager Nummer 1 und berichtete, dass die Teller nun abgeholt seien und habe die Anzeige wieder herausgenommen. Alles an einem halben Tag, aber wir haben ein ganz klein wenig mehr Platz im Schuppen.

Wenn das so schnell geht, vielleicht sollte ich noch mehr Krimskram einstellen. Dann ist der Schuppen vielleicht bald leer. Aber das braucht ja Zeit und die habe ich jetzt.

In diesem Sinne

Eure Rentnerhanna

Keine Aufschrift hinten am Camper

 

Wir sind ja viel mit unserem Wohnmobil unterwegs. Auch schon vor meiner Rente. Eigentlich schon seit mehr als 30 Jahren. Und der erste Bulli war damals eher ein Camper. Aber, auch wenn die Fahrzeuge in den Jahren immer etwas größer wurden, wir werden ja auch bequemer, so heißt unser Wohnmobil trotzdem Camper, er ist ja auch immer noch der Kleinste unter diesen                  „ Einfamilienhäusern“.

Mit Smart auf dem Hänger oder gar in der integrierten Garage. Wir werden auch oft auf Stellplätzen von den „Einfamilienhäusern“ etwas mitleidig angesehen, oder bilde ich mir das ein?

Also, wenn wir auf der Autobahn unterwegs sind, dann entdecken wir an Wohnmobilen oft solche Aufschriften wie:

Träume nicht dein Leben, lebe deinen Traum,

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Peter und Marion on Tour und so weiter.

Für so etwas habe ich gar keine Lust und auch wenig Verständnis.

Muss denn jetzt jeder Hintermann wissen, dass irgendwer jetzt viel Zeit hat, mehr Zeit als man selber, weil man ja vielleicht noch arbeiten muss oder man hat andere Verpflichtungen und das Leben sich zwangsläufig anders gestaltet?

Und ob Peter und Marion on Tour sind? Vielleicht noch die Adresse dazu und der Hinweis: Schlüssel liegt unter der Matte?

Genauso diese Bilder von Hunden mit der Aufschrift: Hier wache ich!!! Meist sind es ja nur Schoßhündchen… Und die müssen ausgeführt werden,

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pullern einem an die Reifen und im besten Fall hat der Besitzer ein Tütchen für die festeren Ausscheidungen dabei. Außerdem wollen sie immer nur spielen, ob ich auch spielen will, fragt kein Mensch… Und dann schmachten sie einem auch ungeniert das Abendbrot an.

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Natürlich verstehe ich, dass man an PKW`s Aufkleber drauf hat: Baby an Bord. Die Eltern sind stolz und verhindern damit leider auch nicht, dass einem einer hinten draufknallt.

Ganz anders sehe ich das mit den Behinderten-Klebern, vorn an der Windschutzscheibe. Das ist ja auch etwas offizielles und berechtigt einen, auf einem Behinderten – Parkplatz zu parken.

Ich beobachte immer wieder, dass diese Plätze von „normalen“ Autos genutzt werden. Diese Menschen haben bestimmt noch nicht versucht, jemanden mit einem Rollstuhl in ein Auto zu verfrachten. Ich musste das mit meiner Mutter ja zwangsläufig.

Wie auch immer, ich finde solche Schriften unnütz, aber wer es gerne so hätte, bitteschön. Ist ja nur meine Meinung. Und lasse mich gerne davon überzeugen, dass das nun notwendig ist. Ich höre zu, ich hab ja jetzt Zeit…

In diesem Sinne, eure Rentnerhanna

Flohmarkt

Flohmarkt

Mein Gott, was habe ich für einen Kram angesammelt!

Immer, wenn ich aufräume, dann fällt mir so einiges in die Hände. Aber wirklich wegschmeißen, das kann ich nicht. Man ( also man anders…) könnte das ja noch gebrauchen.

Allein diese Dinge meiner verstorbenen Eltern:

Seniorentelefon, Kabellose und kabelgebundene Kopfhörer, Digitaler Bilderrahmen, Bilderrahmen im Allgemeinen, wenigstens 40 Stück verschiedener Größe, außerdem noch jede Menge Kabelgedöns, von USB bis Telefon, eine ganze Kiste ist davon voll, bei manchen steht noch der Preis drauf. (Immerhin schon in Euro…)

Also, was damit machen? Die Familie will es nicht. (Lass mich mit dem Kram in Ruhe). Mindestens 200 Klarsichthüllen habe ich denen schon unter Androhung irgendwelcher Strafen aufgeschwatzt…

Die Leitzordner will auch keiner.

Flohmarkt, das ist die Lösung, denn schließlich gibt es ja diese unsägliche Serie im Fernsehen: Das Geld liegt im Keller…

Jetzt muss ich aber sagen, als wir den großen Umzug von Baden Württemberg nach Ostfriesland gestartet sind, da war ich schon mal auf einem Flohmarkt. Da wollte ich auch so einiges gar nicht erst mitnehmen.

Natürlich hatte ich keine Ahnung, wie so etwas geht. Mein Herzallerliebster hat den Campingbus gebracht und hat, nachdem er mir beim Aufbauen des Tapeziertisches geholfen hatte, schnell mit meinem Auto das Weite gesucht.

Wir waren natürlich viel zu spät dran. Ich wusste nicht, dass, wenn geschrieben steht: Aufbau ab 6 Uhr morgens, man aber schon besser um halb fünf da sein sollte, wie alle anderen auch. Also bekamen wir dann einen blöden Platz. So ungefähr, wie der Katzentisch im Restaurant neben der Toilette.

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Ich hab dann den Tag überstanden, mein Herzallerliebster ist 2 Mal als Tourist vorbeigekommen und hat sich nach meinem Befinden erkundigt.

Gemessen an den Gebühren, die zu zahlen waren: Der Gewinn konnte sich sehen lassen: 19,25€!!! Also ein Stundenlohn von, nein ich sag’s jetzt nicht, denn ich sollte noch Sprit für beide Autos abrechnen.

„Hätte ich dir gleich sagen können“, meinte mein Herzallerliebster.

In Ostfriesland hatte ich es auch schon 2 Mal versucht. Ganz allein, denn da geht er ja nicht mehr mit…

Auf einem Markt wollte man mir als erstes meinen Klappstuhl abkaufen, aber den brauchte ich ja selber, zum Draufsetzen, falls mal eine Flaute kommt. Hinterher wollte ihn keiner mehr haben. Vielleicht hatte ich zu lange darauf gesessen?

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Ich wollte vor allem meine Nilpferdsammlung loswerden. Alles Staubfänger, von denen ich mich trennen wollte, ca. 200 Stück verschiedener Art und Größe. Für je 2 €. Wenn ich bedenke, wie viel ich damals dafür bezahlt hatte…                 hippo-47649__340

„Ach, da hat aber Jemand fleißig gesammelt, ach wie süß“ und so weiter. 3 Stück verkauft.

Ganz lustig war meine Filmschneidemaschine: Früher, als es noch Super 8 Filme gab, da hatte man ein Gerät, da legte man die Filmenden hinein, Klappe runter, auf den roten Knopf drücken, weitere Klappe runter und schon war der Film geschnitten und geklebt. Ich habe diese Maschine noch oft gebraucht, als ich die alten Filme meiner Eltern, Schwester und Freunden digitalisiert hatte. Aber nun ist alles fertig, kein Bedarf mehr. Jetzt kommen die Technikfreaks ( ausschließlich Männer) an meinem Stand vorbei. Fast jeder drückte einmal auf den roten Knopf und, natürlich, nichts tat sich.

Dann zuckten sie mit den Schultern und schlenderten weiter. Einige Besucher-innen fragten zumindest mal nach, was das denn ist und hatten dann leider keinen Bedarf.

Was soll ich sagen, ich werde es jetzt vielleicht noch einmal versuchen. Wenn bei uns Sommerfest im Ort ist. Der Stand ist kostenlos, allerdings hier dann ohne Campingbus, nur mit Tapeziertisch.

Da muss ich dann, Wohl oder Übel, von meinem Herzallerliebsten mal abgelöst werden. Vielleicht muss ich ja mal auf die Toilette. Wie machen es denn die anderen Leute?

Wir werden es sehen. Ich berichte dann darüber, wenn ich es gemacht habe, in diesem oder nächsten Sommer, ich hab ja jetzt Zeit.

In diesem Sinne, eure Rentnerhanna.

Das ist selbsterklärend

 

Im frühen Herbst

Der Herzallerliebste war einkaufen. Eigentlich wollte er nur Haftcreme kaufen, das sind diese Dinge, die man nun braucht…

Als er zurück war, sollte ich gleich noch mal mitkommen, denn er wollte mir einen tollen Gas Grill zeigen. Jetzt im frühen Herbst natürlich runtergesetzt. Aus dem nahe gelegenen Baumarkt. Gibt es da Haftcreme, oder warum hatte er sich hierher verirrt?

Angesichts der Tatsache, dass bei uns heute Lachs auf dem Speiseplan stand, willigte ich ein. Toll, kein Geruch in der Küche!

Eigentlich grillen wir nie. Das liegt auch vielleicht daran, dass wir keinen Grill mehr haben. Aber als wir noch einen hatten, diesen tollen Lavastein Grill, da haben wir auch kaum einmal gegrillt.

Natürlich bekamen wir nicht den Grill, der schon aufgebaut war, sondern verpackt.

„Das schaffen Sie, ist fast selbsterklärend“, meinte der freundliche junge Mann.

 

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Der junge Mann trug uns dieses Riesenpaket auch noch ins Auto, zuhause mussten wir es allein wieder ausladen.

Stück für Stück bauten wir den Grill zusammen. Selbsterklärend, wenn man sich lange genug mit der Bedienungsanleitung beschäftigt. Nur war der Schraubenzieher am Griff oft zu dick für so manche Seitenstützen, aber es ging irgendwie.

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Den Seitenbrenner zum Kochen haben wir noch nicht montiert, weil uns die Verbindung vom Brenner zum Venturi Rohr etwas wackelig vorkam.

Den Lachs habe ich dann zwischendurch in unserer Küche zubereitet.

Und gegoogelt, was ein Venturi Rohr ist.

Aber der Grill funktioniert schon mal. Jetzt muss man ihn noch mit Olivenöl von außen auf dem Edelstahl abreiben, dann wird er unempfindlich, sagt die Gebrauchsanweisung.

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Eine optionale Abdeckhaube ist uns jetzt eigentlich zu teuer, es wird wohl eine normale Plane aus dem Baumarkt werden. Aber nein, ich entdeckte sehr preiswerte Hüllen, mit denen man Fahrräder an den Autos abdecken kann. Ist zwar ein nostalgisches Rad abgebildet, aber es passt.

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Wir wissen ja, dass dort der Grill und nicht, wie abgebildet, Fahrräder drunter sind. Ich hab mal gleich 2 Stück gekauft, weil sie so preiswert waren. Man weiß ja nie…

Nun warten wir auf schönes Wetter, dann gibt es bei uns Gegrilltes. Vielleicht noch mit Buchenholzgeschmack, denn ich werde bei der nächsten Gelegenheit Buchenholzchips kaufen, die man in die Aroma Box einlegen kann.

Wir werden viel Fleisch und Fisch essen müssen, um den Preis des Grills wieder herauszubekommen. Lecker!

Aber wir sind Rentner, haben Zeit  und können uns Wünsche erfüllen…

Übrigens, die Verbindung vom Gasschlauch zum Venturirohr ist immer nur so aufgesteckt, damit Luft hinein kommt. Funktioniert wunderbar!

Und: Da im Herbst ja der Hochsommer zurückgekommen war, haben wir tatsächlich sehr viel gegrillt und die Abdeckhaube erst zum Winter benutzt.

In diesem Sinne eure Rentnerhanna

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Ich hab ja jetzt Zeit

Ich nähe gerne. Nicht sonderlich erfolgreich, aber ich tue es. Es gefällt mir fast immer, mein Mann allerdings findet meine Kreationen oft schrecklich…

Nun sei es wie es ist, aber ganz schrecklich finde ich meinen Arbeitsplatz. Nein, nein, ich habe eigentlich viel Platz und der ist auch schön, aber ich habe immer alle Garnrollen und Spulen in so ein bis zwei Kästchen aufbewahrt. Und dann finde ich nicht das passende Garn, weil sich vieles so ähnlich sieht. Und die, vielleicht schon mit entsprechendem Garn aufgespulten Unterfadenspulen, die finde ich dann auch nicht sofort. Dann rolle ich irgendeine Spule ab, von der ich glaube, sie im Moment nicht zu benötigen und spule das richtige Garn auf. ( Welch eine Verschwendung!!!)

Nun bin ich kreativ geworden:

Ich lasse mir ja manchmal einige Sachen von Online-Firmen schicken. Nicht schön, eigentlich, aber viele Dinge bekommt man einfach nicht in Geschäften, viele Geschäfte gibt es einfach nicht mehr.

In den Kartonagen, wenn sie denn groß genug sind, gibt es aus Pappe solche Eckenverstärker.

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In diese habe ich dann ganz normale Holzgrillspieße hineingebohrt und nun kann ich meine Garnrollen sehen.

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Auf den Garnrollen, die schon mit den entsprechen Spulen zusammen sind, da hab ich sie dann einfach aufeinander gebracht.

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Ich finde diese Lösung einfach praktisch und selbst mein Mann findet das toll. Sagt er zumindest, denn er ist ja ein lieber Mann!

So, jetzt muss ich mir nur noch einfallen lassen, wie ich die ausgewechselten Nähmaschinennadeln wieder richtig zuordnen kann, denn es ist zwar darauf eingraviert, aber mit über 60 und trotz Brille?

Aber ich hab ja jetzt Zeit!

In diesem Sinne eure Rentnerhanna

Jetzt hab ich ja Zeit

 

 

Jetzt hab ich ja Zeit

 

13. Mai 2016

Gestern bin ich das letzte Mal zur Arbeit gegangen.Ich hatte ein pompöses Catering bestellt, von dem alle satt wurden, ( und auch noch die nächsten Tage… ) , und wurde auch reichlich beschenkt. Nun habe ich noch Überstundenfrei, danach Urlaub und dann,am 1. September, fängt mein Rentnerdasein an!!!

 

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Jetzt hab ich ja endlich Zeit.

Heute, am Freitag haben wir an unserem Wohnmobil einen neuen Radträger montieren lassen.

Einen, den man herunterlassen kann, damit man die Fahrräder nicht mehr so hoch wuchten muss.

Wir werden ja älter und dann wird alles beschwerlicher.

 

Telefonisch bekamen wir diesen Termin, an einem Freitag, an dem Freitag vor Pfingsten. Vier Wochen haben wir auf diesen Termin gewartet.

Wir sollten um 8 Uhr dort sein. Das ganze dauert dann bis etwa 11 Uhr. Sagten sie.

Prima. Wir waren pünktlich dort und warteten vor der Türe bis es 8 Uhr wurde.

Irgendwie saß da trotzdem schon ein Kunde bei unserem Bearbeiter. Nach 20 Minuten konnten wir die Papiere und Schlüssel abgeben und der freundliche Herr fragte: „Warten Sie hier?“

„ Ja“, sagten wir, „ also nicht hier drinnen, wir gehen etwas in die Stadt.“

„Der Wagen ist am Nachmittag fertig“, sagte der freundliche Herr.

„Wann ist Nachmittag ?“ fragten wir.

„14 Uhr“, war die Antwort.

Also, von 11 Uhr war da schon nicht mehr die Rede. Egal.

Wir fuhren also in die Stadt, denn wir hatten unseren PKW mitgenommen, weil wir irgendwo zum Frühstück wollten.

Nach dem Frühstück besuchten wir ein nebenangelegenes Autohaus und bestaunten die Autos – und deren Preise.

Danach ging es in die Fußgängerzone der Stadt und wir bummelten durch die Gassen und Geschäfte. Das Wetter war herrlich.

Wir tranken dann noch einen Kaffee in der Fußgängerzone und wollten dann zum Chinesen, Mittagessen.

Das konnte ganz gemütlich werden, denn wir hatten ja bis 14 Uhr Zeit. Und so trollten wir uns zur angegebenen Zeit wieder zur Werkstatt, mal sehen, ob unser Camper denn schon vor der Türe steht.

Tat er aber nicht und wir schauten mal in die Werkstatt hinein. Von weitem, denn man soll ja Niemanden bei der Arbeit behindern.

Der alte Träger war schon ab, immerhin, aber sonst war das Fahrzeug hinten nackt. 14:20 Uhr.

Jetzt hab ich ja Zeit. Ich bin schließlich gestern das letzte Mal zur Arbeit gegangen.

 

Auf dem ganzen Gelände gibt es keine Bank, auf die man sich bei diesem schönen Wetter hätte niederlassen können.

Auch nicht im Verkaufsraum. Also bummelten wir auf dem Gelände herum, schließlich ließen wir uns in unserem PKW nieder, um die Beine etwas zu entlasten. Und wieder zur Werkstatt.

Wir haben ja jetzt Zeit.

Gegen 15:30 Uhr kamen wir der Werkstatt näher und sprachen mit einem Herren, bei dem man ein Update der Satellitenschüssel machte. Und konnten näher an unser Wohnmobil heran.

Nach 16 Uhr war unser neuer Fahrradträger fertig.

Jetzt kann man die Klappe zum Kofferraum nicht mehr ganz aufmachen. Es war vorher schon beschwerlich, da hinein zu klettern, um Tische und Stühle und was man sonst noch so transportieren will, unterzubringen, aber egal jetzt. Träger sitzt und wir lobten die Handwerker noch mal ordentlich. „ Gute Arbeit und schöne Pfingsten“, sagten wir.

Etwa 18 Uhr waren wir wieder zu Hause.

Aber wir haben ja jetzt Zeit, ich bin jetzt auch Rentner!

Eure Hanna